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Dokumentarfilm "21" » Vorbereitungen für den Staffellauf
Das große Ereignis kommt näher und ich habe die Hosen voll: Am 20. Mai startet ein Staffellauf. Auf 210 Kilometern tragen Läuferinnen und Läufer des Laufclub 21 das Olympische Feuer von Fürth nach München.
Dort kommen sie am 21. Mai an, abends wird dann das Olympische Feuer in München entzündet.
Seit den ersten Vorbereitungen begleite ich das Projekt mit der Kamera. Auf meiner Festplatte liegen inzwischen rund sechs Stunden Rohmaterial, davon gut eine Stunde Interviews mit der Organisatorin Anita Kinle.
Vorbereitungstreffen, Erkundungs- und Testfahrten - wenn ich es schaffe, dabeizusein, bin ich dabei. Mit der Kamera. Die ersten Aufnahmen sind noch mit der SD707 entstanden, mittlerweile ist die NX5 im Einsatz. Zusätzlich habe ich bei den letzten Drehs den Atomos Samurai als externen Rekorder verwendet.

Beim Dreh arbeite ich alleine. Das bedeutet viel Freiheit auf der einen Seite, aber wenig Komfort auf der anderen. Ich werde keinen Helfer haben, der mir eben Mal Leute beiseite schiebt. Niemand, der sich um die Akkus kümmert oder auch mal einen kritischen Blick mit auf die Einstellung wirft.
Besonders wird mir ein Tonmann fehlen. Ton gibt es nur über das eingebaute Kameramikro. Mehr ist nicht. Eventuell hole ich mir noch ein paar Atmos mit dem Tascam. Aber das ist dann auch schon alles.
Die Arbeit alleine wird mir aber einen Zugang zu Lauf und Leuten schaffen, wie er mit einem Team wahrscheinlich nicht möglich ist. Ich sehe mich nicht als externen Kameramann, sondern als Teil des Laufclub-21-Teams.
Ich hoffe so auf möglichst authentisches Material, ungekünstelte, natürliche Footage. Am liebsten möchte ich gar nicht bemerkt werden.
Auf ein Konzept, einen Drehplan, habe ich verzichtet. Das birgt Risiken und ist der Hauptgrund, warum ich die Hosen voll habe. Denn ich werde unter Umständen keine Protagonisten haben, keine Fallhöhe, keine Geschichte. Das macht mir Sorgen.
Doch mein Wunsch wiegt stärker, später im Material nach der Geschichte zu suchen. Ich möchte die Bilder des Laufs kennen lernen, verstehen und dann die Geschichte darin finden. Wenn das schief geht, wird es ein netter Film für alle, die dabei waren. Schön chronologisch, nette Bilder.
Wenn es aber so klappt, wie ich mir das vorstelle, wird es ein guter Dokumentarfilm. Das ist mein Ziel.
Mittlerweile spüre ich meine Nervosität und es treten immer wieder Probleme auf. Eigentlich wollte ich den externen Rekorder mit 750GByte-Harddrives ausstatten. Zwei Stück davon reichen für rund 17 Stunden Footage. Alle Probleme preiswert gelöst.
Doch es kommt anders. Bei Testaufnahmen mit dem Samurai und den Platten überträgt sich die Vibration der Platten auf das Gehäuse und auf das Mikrofon. Genau auf das einzige Mikro, das ich beim Filmen verwende.
Der Versuch mit einer anderen Halterung für den Rekorder hat nichts gebracht. Es vibriert sich zum Kameragehäuse durch.
Also brauche ich SSDs - und die sind teuer. Jetzt nehme ich fünf 128er-SSDs mit auf die Reise. Zusammen rund 640 GByte und Platz für rund acht Stunden Rohmaterial. Das muss reichen.
Parallel zum Samurai nehme ich noch intern auf SD-Karten auf. So habe ich gleich ein Backup, wenn auch in schlechterer Qualität.
Außerdem mit dabei: Sieben fette Kamerakkus, drei kleinere Akkus für den Rekorder und das Kopflicht. Außerdem nehme ich neben der NX5 noch die SD707 als Ersatzkamera mit. Die NX5 hat außerdem ein Regencape und zwei unterschiedlich behaarte Windfelle für das Mikro.
Sicher kann das Projekt schief gehen. Oder es kann gelingen. In jedem Fall aber werde ich eine Menge lernen auf diesem 30 Stunden dauernden Trip.
Die nächste Herausforderung wird dann, aus dem Material einen Film zu schneiden. 30 bis 45 Minuten wären mein Ziel - wenn es das Material hergibt.
Ich gehe davon aus, dass es gelingt. Denn sonst würde sich das anfangen nicht lohnen.
Ein paar Videos habe ich auch schon aus den ersten Drehs gebaut:
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