Der Dreh bei Tabrizi - so ist das Image-Video entstanden

Posted by Martin Goldmann on 6 May 2009 | 0 Comments

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Drehen in einem Unternehmen. Das ist Herausforderung und Spaß zu gleich. Denn es gilt das Licht zu setzen, den Platz richtig zu nutzen und obendrein noch schöne Motive zu finden. So war es auch an meinem langen Drehtag bei Reza Tabrizi.

Die Totale in der Werkstatt kommt für mich erst einmal nicht in Frage. Denn das Video soll nicht auf einem großflächigen Fernsehschirm erscheinen, sondern in einem kompakten Video auf dem Computerbildschirm. Da verschwimmt eine Totale zum flimmernden Sammelsurium nichts sagender Bildelemente.

Deswegen gilt: Das Detail spricht für das Ganze. Also habe ich mich auf Details konzentriert - das Sägen und Bohren von Plexiglas, das Polieren und natürlich die Lasergravur. 

Meine Lieblingseinstellung war das Polieren. Langsam, ganz langsam zieht der Schleifer vor dem Plexiglas-Block vorbei und lässt den danach in ganz neuem Licht erstrahlen. Im fertigen Image-Video kommt die Sequenz innerhalb weniger Sekunden herüber. Im Original dauert das etwa fünfzig Sekunden. Ich habe mir hier mit einer Überblendung geholfen, um das Video nicht unnötig zu strecken.

Aber das Original ist trotzdem mal einen Blick wert. Am Schluss hört man noch meinen begeisterten Kommentar:

 

Motivierte Mitarbeiter

Eine große Hilfe beim Videodreh sind motivierte Mitarbeiter. Und davon hat Tabrizi einige. Von ihnen kamen die besten Vorschläge, welche Geräte und Arbeitsvorgänge auf das Imagevideo gehören. Ich denke, da war es auch von Vorteil, dass ich am Freitag Nachmittag mit dem Kamera-Equipment angekommen bin. Da ist die Atmosphäre entspannter wegen des nahenden Wochenendes.

Nach den Aufnahmen in der Werkstatt ging es noch an das Interview mit Reza Tabrizi. Hier hat sich nach einer Weile - wie fast immer - gezeigt: Mit der Zeit vergisst man die Kamera und redet frei.

Interviews dauern länger

Ich bin immer begeistert von Menschen, die melodisch reden, sich bewegen, gestikulieren und Mimik zeigen. Das ist viel natürlicher als ein stocksteifer Protagonist, der einen auswendig gelernten Text herunterrattert.

Deshalb dauern die Interviews bei mir auch etwas länger. Ich möchte, dass der Interviewte die Kamera vergisst und mit mir redet. Nach einer kurzen Auftauphase kommen dann authentische und lebendige Bilder herüber.

Wer mag, kann natürlich auch einen Teleprompter bekommen und seine Botschaft verlesen. Doch auch hier achte ich darauf, dass Bewegung, Action und Natürlichkeit im Spiel bleibt. Denn Video steht für "bewegte Bilder".